Tutorials – Scrapyard Flammenschablone

How to build a custom scrapyard flame template.

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tutorial.

Heute wollen wir uns eine individuelle Flammenschablone im Schrottplatz-Look zurecht dengeln. Wieso? Einfach weil es Spaß macht und man sich so vom Einheitsbrei abhebt. Unter uns: die ewig gleich aussehenden grünen oder weiß-transparenten Schablonen kann doch keiner mehr sehen.

Wie gewohnt wollen wir euch das Ziel dieses Tutorials vorstellen:

 

So soll es aussehen, unsere Flammenschablone im Schrottplatz-look
custom flame template – click to enlarge
Schritt 1:

Schauen wir uns zuerst an, welche Werkzeuge und welches Material wir brauchen werden. Vorbereitung ist alles und verhindert, das man aus seinem Arbeitsfluß gerät. Es gibt einfach nichts nervigeres, als fehlendes Werkzeug zu suchen, wenn man mittendrin ist.

Zum Glück ist das Material schnell zusammen gesammelt: Ein wenig Plasticard, eine stabile Allzweckschere, eine Anreißnadel, ( ein spitzer Nagel tuts auch), Skalpell oder Modellbaumesser, ein Metall-Lineal, ein wasserfester Filzstift oder einfacher Bleistift und ein wenig Sekundenkleber.

 

Vorbereitung ist alles...
Material und benötigte Werkzeuge – click to enlarge

 

Hinweis: Bitte vorsicht beim Umgang mit Sekundenkleber, sowie Klingen und Scheren. Man verletzt sich schnell, in einem Augenblick der Unachtsamkeit. Wenn ihr den Umgang mit diesem Material nicht gewohnt seid, fragt bitte um Hilfe, oder laßt euch vorher in den Umgang mit diesem Material unterweisen! Benutzt zum Schneiden auch eine geeignete Unterlage. Wir wollen unseren Tisch möglichst nicht mit Klingenschrammen verschandeln.

 

Schritt 2:

Die original Flammenschablone platzieren wir materialsparend (also nicht so wie ich jetzt, das ist alles andere als platzsparend) auf der Plasticard und ritzen mit der Spitze der Anreißnadel die Umrisse der Schablone so akkurat wie möglich nach. Wir wollen schließlich, das die Maße der Schablone abschließend so genau wie möglich mit der Originalschablone übereinstimmen. Nicht das unser zukünftiges Flammenopfer Schnappatmung bekommt und uns eine viiiiiiiiiel zu breite, große, ovale ….hier Attribut einfügen… Schablone unterstellen kann.

 

Standartschablone auf die Plasticard und anreißen, anschließend mit Schere ausschneiden
Anreißen und Schablone ausschneiden – click to enlarge

 

Sind wir dann mit unserem Umriss zufrieden, greifen wir zur Schere und schneiden unsere Schablone so genau wie möglich aus. Besondere Sorgfalt bitte an den Rundungen walten lassen – ggf. mit einer Feile oder Schmirgelpapier nachhelfen.

 

Schritt 3:

Jetzt ist der Moment für unser Metall-Lineal gekommen. Mit dem Lineal und der Anreißnadel zeichnen wir nun die Stege und Umrisse ein, die unserer Schablone Gestalt geben sollen. Wir haben uns für ein „Sichtfenster“ in der Mitte entschieden.

 

Stege für das Sichtfenster einzeichnen und ausschneiden
Stege einzeichen und ausschneiden – click to enlarge

 

Nehmt für die geraden Schnitte das Lineal zur Hilfe. Es hat sich als praktikabel erwiesen, einen leichten Schnitt mit dem Messer am Lineal entlang zu schneiden und danach wiederholt mit leichtem Druck diese „Linie“ nachzuführen. Das hat den Vorteil, das man nicht von der Ideallinie abweicht und schlimmstenfalls mit der Klinge abrutscht und das Werkstück versaut, oder schlimmer noch, sich verletzt. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an Jens für den Tipp !

 

Schritt 4:

Last but not least wollen wir der Schablone endlich ein Schrottplatzfinish verpassen. Und wie oben erwähnt, packt einen schonmal der Arbeits-Flow und verbaselt es, Fotos vom Fortschritt zu machen. Entschuldigt an dieser Stelle meine Nachlässigkeit, aber anhand der folgenden beiden Bilder, kann man trotz allem noch nachvollziehen, was ich fabriziert habe.

 

Beliebige Plasticardstücke auf die Schablone flacken um den gewünschten Effekt zu erreichen.
Extrem Schrottplatzing – click to enlarge

 

Mit den Überresten der verwendeten Plasticard können wir unsere Schablone mit „Metallplatten“ versehen. Schneidet mit der Schere beliebige Stücke aus und diese werden dann nach Gusto mit ein wenig Sekundenkleber draufgeflackt! Die Schraubenmuttern können wir leicht aus Sechskant-Plastikprofilstangen herstellen. Kleine, dünne Scheibchen mit dem Bastelmesser abscheiden und vorzugsweise an den Ecken der „Metallplatten“ aufkleben. Für den Fall, das man noch Plasticards mit Profil, wie hier in Riffelblechoptik (die hellbraunen Teile), übrig hat, können diese selbstverständlich ebenfalls zur Verschönerung verwendet werden.

 

Schritt 5:

Fast geschafft! Bisher sind wir Besitzer einer Blanco-Schrottplatz-Flammenschablone. ( Schöne Wortschöpfung – *seufz*) die macht aber unverwittert keinen Eindruck und ist auch sonst noch nichts besonderes. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Florian, der mir, mit allen möglichen Pigmenten bewaffnet, die Schrottplatzschablone in Grund und Boden verwittert hat. Alleine der Umgang mit Pigmenten, um diesen Effekt herzustellen, ist schon ein eigenes Tutorial wert. Aus diesem Grund gehen wir jetzt auch nicht weiter drauf ein und freuen uns, euch die fertige Schablone präsentieren zu dürfen!

 

Die Frucht unserer Bemühungen. Endlich fertig.
Die Scrapyard-Flammenschablone nochmal in ganzer Pracht – click to enlarge

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und euer Durchhaltevermögen.  Wir freuen uns über eure Kommentare, Kritik, Anregungen und auch Lob, die Ihr unten in der Kommentarsektion hinterlassen könnt. Wir hoffen, Ihr findet dieses Tutorial nützlich und könnt einige der Ideen und Techniken für eure Projekte übernehmen. Wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja schon bald im Club und basteln gemeinsam?